Die Evangelische Kirche in Hermannseifen
Nach dem ab 1781 die ev. Gottesdienste in der Scheuer des Bauern Sonnabend abgehalten wurden, erfolgte die Grundsteinlegung der ev. Kirche im Jahr 1785 und die Fertigstellung des Baus im Jahr 1786.
Die erste Predigt hielt am 20.04.1783 noch in der Scheuer der Pastor Hoszu, ein Ungar. Danach waren etliche ev. Pastoren in Hermannseifen tätig.
Bis zum Jahr 1810 wurden die Leichen der Protestanten auf dem katholischen Friedhof beerdigt. Erst in diesem Jahr wurde der Friedhof um das Bethaus angelegt und der Benutzung übergeben.
Im Jahr 1862 wurde der Glockenturm an der Südseite des Bethauses angebaut, am 30.09.1867 wurden drei Stahlglocken "PAULUS", "PETRUS" und "HUS" geweiht. Damit war in Hermannseifen eine evangelische Kirche entstanden.
1886 wurden die hohen Bogenfenster im Zuge einer gründlichen Renovierung eingebaut, 1903 wurde eine Turmuhr mit drei Zifferblättern angeschafft.
Eine neue Orgel mit 20 klingenden Registern wurde am 20.10.1905 eingeweiht. Die evangelische Kirchengemeinde brachte dafür 9.000 Kronen auf. Das Bild zeigt die Orgelempore mit Oberlehrer Völpel am Spieltisch, und die Schüler der ev. Privatschule ab Jahr 1922. Eine Ansicht der Altarseite der Kirche vor Zerstörung und Verfall zeigt dieses Bild.
Die elektrische Beleuchtung wurde im Jahr 1942 eingebaut.
Am 03.07.1945 erfolgte die Übergabe der Kirche an die an die tschechische evangelische Brüdergemeinde.
"Der äußerliche Bau ist vergangen, denn heute steht nur noch eine
Ruine. Geblieben ist der evangelische Glaube bei vielen Nachkommen"
(Aus der Familienchronik von Josef und Gertrud Drescher, geb. Müller.)

yahoo.de