Theresiental
Das Gedenkbuch des katholischen Pfarramts von Hermannseifen berichtet im Gegensatz zur "Volks- und Heimatkunde des Bezirks Hohenelbe", die als Gründungsjahr 1836 anführt, daß das Dorf Theresiental bereits im Jahr 1834 entstanden ist - und im Jahr 1843 schon 25 neu erbaute Häuser besaß, die mit Einwanderern aus verschiedenen Gegenden bewohnt waren. Der Besitzer der Herrschaft Hermannseifen war der Baron Freiherr von Silberstein, seine Gemahlin war Theresia, geborene Pulpan von Feldstein. Nach ihr erhielt der Ort den Namen Theresiental. Die eigentliche Ursache des Entstehens war die Gründung einer Schirtingfabrik [=Hemdleinenfabrik] beim Hermannseifner Schloß, und der daraus entstanden große Bedarf an Arbeitskräften. Zu gleicher Zeit gehörte zur Herrschaft Hermannseifen noch ein Dorf in der Nähe von Ober- Prausnitz, auch dieses wurde zu dieser Zeit gebaut und erhielt den Namen Josefshöhe nach dem Baron Josef Silberstein. Vom Jahr 1843 ab hatte Theresiental eigene Matriken, zuvor wurden alle Fälle in der Hermannseifner Matrik gebucht. Die erste Eintragung ist ein gewisser Kohlschütter, aus der Leitmeritzer Gegend, andere Aussiedler kamen von Hennersdorf, Huttendorf, Oels, Pilnikau, Niederhof, Lauterwasser, Marschendorf usw. Viele der damaligen Einwanderer trugen typische Riesengebirgs- Familiennamen, wie z.B. Klemm, Ladig, Zinecker, Gall, Gäbel, Tauchmann, Raab usw.

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